Inhalt

Ein sagenhaftes Ereignis

Seid ihr schon auf den Geschmack gekommen?

Weltalzheimertag 2009

Besuch der Senioreneinrichtung Martha Piter und der Wohneinrichtung Lindenhof (Fliedners)

Von Kürbissen und Kanzlerkandidaten

Das Kennenlern- Fest - Ein Fest der Sinne

Europa-Tag als Fest der ganzen Schule

Generationsfest im Clara-Zetkin Seniorenheim am 10.06.2009

Es gibt noch viel zu tun, also packen wir es an - 60 Jahre Menschenrechte

Starke Persönlichkeiten trotz Behinderung

Besuch des Bundestages in Berlin

Wir gedachten der Euthanasieopfer

Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

EBG und Europäisches Parlament

Europatag 23.05.2008 - die Fachschule lebt den europäischen Gedanken

Ein sagenhaftes Ereignis


Am 11.11.2009 war es soweit; die Bibliothek im Bürgerhaus Hohenstücken lud die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen der Grimm-Oberschule zu ihren „Märchentagen“ ein, die zum wiederholten Mal unter dem Motto: „Große lesen für Kleine“ stattfanden.
Thema waren diesmal die griechischen Heldensagen.

Ein nicht ganz einfach zu verstehender Stoff, wie auch wir ,die Studierenden des ersten Ausbildungsjahres der Erzieher der Fachschule für Sozialwesen im EBG erfahren mussten. Wie konnten wir ihn dann Schülern der sechsten Klasse nahe bringen?
Als wir von den Mitarbeiterinnen der Bibliothek, Frau Miksch und Frau Sternberg, gebeten wurden einige Heldenepen vorzustellen und wir uns mit den Texten auseinandersetzten, waren wir uns einig: Um Verwandtschaftsverhältnisse und „sagenhafte“ Erlebnisse der Helden verständlich, fesselnd und interessant `rüberzubringen bedarf es mehr als dem bloßen Vorlesen.
 
Das Projekt „Heldensagen“ wurde zur „Klassensache“ erklärt.

Mit viel Fantasie, Verkleidung, Schminke, pantomimischen Darstellungen und einem Schattenspiel hatten wir bereits während der Vorbereitung und Proben Freude an dieser Arbeit – und der Erfolg gab uns Recht. Die Schüler waren voller Aufmerksamkeit bei der Sache und spendeten lange Beifall.
Zwischen den sechs großen Teilen der Sagenerzählungen sorgten Mitarbeiterinnen des KiJu für den körperlichen Ausgleich zum Stillsitzen.
Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei den „künstlerischen Talenten“, die für uns im KiJu Brandenburg Theaterrequisiten gebastelt haben!
Alle Beteiligten waren mit so viel Enthusiasmus bei diesem Projekt, dass eine Wiederholung im Dezember geplant ist...

Mandy Müller und Constance Isensee, Klasse ERZ 09

Seid ihr schon auf den Geschmack gekommen?


Am 11.11.2009 hatten wir Frau Wrobel von der Verbraucherzentrale Brandenburg zu uns in die Fachschule für Sozialwesen eingeladen. Unter dem Aspekt „Reich der Sinne“ präsentierte sie der Schule ihre Geschmacksbar.
 
Ihr fragt euch, was eine Geschmacksbar ist?
Stellt euch vor, ihr kostet Getränke, die ihr nicht seht oder ihr lernt die Inhaltsstoffe eures Lieblingsgetränks kennen und müsst feststellen: Es ist doch eigentlich gesund!
Da werden Verpackungen analysiert auf Gewicht und Umweltfreundlichkeit oder ihr stellt euer eignes Getränk her, gestaltet und vermarktet es. Das Alles geschieht an vier Stationen, die ihre Namen zu recht tragen: KOSTBAR, DENKBAR, VORZEIGBAR und WUNDERBAR. Zusammen sind sie die „Geschmacksbar“.
 
 
Des Weiteren konnte jeder seinen Geschmack an der Cocktailbar von der HEP 08 VZ neu entdecken. Hier wurden unterschiedlichste Sirupe und Säfte zu wunderbar fruchtigen oder auch würzigen Geschmacksexplosionen zusammengemixt.
 
Die gute Stimmung erhielt durch einen kleinen Wettbewerb noch zusätzliche Würze. Hier suchten wir Begriffe mit -bar- und die vier originellsten wurden mit einem Cocktail belohnt. (Den ersten Preis erhielt natürlich Barack Obama.)
Für die interessanten Einblicke möchten wir uns ganz herzlich bei Fr. Wrobel bedanken und wir hoffen euren Geschmack getroffen zu haben.

Kathrin Wecke, HEP 2008 VZ
Weltalzheimertag 2009

Am Montag, den 21. September, nahmen wir, die Klassen Heilerziehungspflege 2008 und 2009, im Fontaneklub an der Veranstaltung zum Weltalzheimertag 2009 teil.
Um 10.00 Uhr begrüßte Frau Nast, die Veranstalterin, die Gäste und kündigte den ersten Referenten des Tages an. Günter Keding ist tätig als freiberuflicher Trainer, Dozent und Berater zum Schwerpunktthema Demenz. Der Vortrag „Begegnung wollen. Wollen wir Menschen mit Demenz versorgen oder ihnen begegnen?“ war sehr informativ und regte die Zuhörer zum Mitreden und Mitdenken an. Die Gäste konnten Erfahrungen und persönliche Eindrücke austauschen.
Danach folgte ein Vortrag der Referentin Daniela Richter, Sozialarbeiterin, mit dem Thema „Wie soll es jetzt weitergehen? – Sprechstunde einer Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige im Krankenhaus.“. Sie berichtete über die Beratungsstelle, in der sie arbeitet. Ihre zentrale Aussage war: „Nicht die Demenz ist das eigentliche Problem, nur die Unaufgeklärtheit!“.
Eine humoristische Sichtweise auf dieses ernste Thema vermittelte die Kabarettistin Jutta Lindner als „Schwester Lackmeier“.
Nach der Pause folgten ein Vortrag des Referenten Steve Hahnemann, gerontopsychiatrische Fachkraft, über problematische Erfahrungen aus dem Pflegebereich und was er gemacht hat, damit sich etwas zum Positiven ändert, und der Referentin Kerstin Radtke, Fachberaterin für Gerontopsychiatrie, zum Thema „Das Mäeutische Pflegekonzept.“.
Der Film „Reise in die Dunkelheit“ verdeutlichte das Thema eindrucksvoll mit künstlerischen Mitteln. Es geht um ein verheiratetes Paar. Justus Vorbeck erfährt, dass er an Alzheimer leidet und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da Nina, seine Frau, schwanger ist.
Wir möchten uns für diesen interessanten, informativen und aufschlussreichen Tag recht herzlich bedanken. Schade nur, dass lediglich die Hälfte unserer Klassen in die Räumlichkeiten gepasst hat. Dieser kleine Wermutstropfen ändert aber nichts am positiven Gesamteindruck.


Eileen Behr
HEP 2008 VZ

Besuch der Senioreneinrichtung Martha Piter und der Wohneinrichtung Lindenhof (Fliedners)


Am 9. September besuchte die HEP 08 im Rahmen des Lernfeldes „Menschen mit Behinderungen individuell und situationsbezogen begleiten und pflegen/Hauswirtschaft“ die Einrichtung Martha Piter und die Wohnstätte Lindenhof für Menschen mit Behinderungen, eine Einrichtung der LAFIM-Gruppe.

Der Tag begann mit der Besichtigung der Senioreneinrichtung Marta Piter und der daran angeschlossenen Großküche. Der Chefkoch Herr Schlimme klärte uns über die täglichen Arbeiten in seiner Küche auf. Wir erfuhren viele interessante Dinge über die Organisation und die Bewältigung der anfallenden Aufgaben. So konnten wir uns ein Bild der anstrengenden und verantwortungsvollen Arbeit in der Küche machen und Herr Schlimme erläuterte uns die Handgriffe und Arbeitsschritte seiner Kollegen.
 
Im Wohnbereich der Wohnstätte „Lindenhof“ zeigten uns die Mitarbeiter, dass hier die Hauswirtschaft ein wichtiger Bestandteil der tagesstrukturierenden Maßnahmen ist und von den Bewohnern mit großer Freude angenommen wird. Doch der Wohnbereich hatte natürlich noch mehr zu bieten, dazu gehörten die Pflegebäder und ein Musterzimmer der Einrichtung.
 
 
In der hauseigenen Wäscherei wurden uns die einzelnen Tätigkeitsbereiche erläutert und die dazu gehörigen Arbeitsplätze gezeigt.
Da auch Kitaeinrichtungen für uns relevante Einrichtungen sind, nahmen wir die hauseigene, erst vor kurzem eröffnete Kita „Keks & Krümel“ (Betriebskindergarten der Senioreneinrichtung) genauer unter die Lupe. Hier konnten wir uns Sanitäranlagen in Kleinformat ansehen.
Nach der Mittagspause besuchten wir den Lindenhof, Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen. Dort angekommen, nahmen uns Frau Plew und eine weitere Kollegin in Empfang. Beide gaben uns die Möglichkeit Fragen zu stellen, die mit großer Sachkunde beantwortet wurden. Im Anschluss erhielten wir einen Einblick in die dortigen Wohnbereiche. Stolz zeigten uns die Bewohner ihre Zimmer und ihre Bäder.
Die HEP 08 möchte sich hiermit bei allen Beteiligten bedanken, die sich Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten und uns Einblicke in ihre Arbeit gegeben haben.

Erik Schäfer, HEP 08 VZ

Von Kürbissen und Kanzlerkandidaten


Am Samstag, den 19.09.2009 fand sich die Klasse der Heilerziehungspfleger 2008 auf einem Familienfest in der Innenstadt ein, um für die Betreuung und Unterhaltung der kleinen Festbesucher zu sorgen.

Mitten auf dem Neustädtischen Markt wurden dort den Nachmittag über Kürbisse geschnitzt, Gipsfiguren bemalt, Gesichter geschminkt, Figuren gebastelt und Kinderherzen zum Lachen gebracht.
Die Eltern konnten sich bei strahlendem Sonnenschein mit Cola und Bratwurst stärken. Auch ein Cocktailstand und mehrere Imbissbuden luden zum Schlemmen ein.
 
Der Veranstalter stellte 70 Kürbisse zur Verfügung, die dann von den jungen Männern der Klasse mit spontaner und kreativer Hilfe von Franziska Jordanov aus der Klasse der HEP 2007 nach Herzenslust bearbeitet werden konnten. Die fertigen Kunstwerke konnte sich dann ein jedermann für den heimischen Garten oder das Fensterbrett gratis mitnehmen. Die ebenso kostenlosen, professionell wirkenden Gesichtsmalereien, welche die Parfümerie Lühnsdorf sponserte, wurden trotz bzw. wegen des hohen Andrangs ebenso flott wie detailgetreu aufgetragen. Richtig Hand anlegen konnten die Kids dann beim Bemalen von liebevoll kreierten Gipsfiguren.
 
Für manche Kinder absolutes Neuland war das Basteln von Schlangen und Drachen aus Tonpapier, trotzdem kamen, auch dank der fachkundigen Anleitung, tolle und einzigartige Exemplare zum Vorschein. Für das Training der Lachmuskeln sorgte dann Nick Hellmann. Der Schüler aus der Klasse der Erzieher 2008 erklärte sich bereit eine tolle Clown-Show für die Kinder zu absolvieren und so die HEPs tatkräftig zu unterstützen.
Der gesamte Aufenthalt wurde von der Schulleiterin Fr. Dr. Schubert und den Fachlehrern Fr. Kinnemann und Fr. Schröder begleitet, deren Engagement es die Klasse auch zu verdanken hat, dass kurz vor Ende noch, die an diesem Tag in der Havelstadt anwesenden Politiker, Frank-Walter Steinmeier und Matthias Platzeck am Stand der Fachschüler auftauchten und mit ihrem authentischen Auftritt sowie der riesigen Anzahl an Journalisten und Fotografen für erstaunte Gesichter der angehenden Heilerziehungspfleger sorgten. Aber auch Elisabeth Schroedter (Europaabgeordnete des Landes Brandenburg) hat es sich nicht nehmen lassen und nach Small-Talk mit den Lehrern den Schülern über die Schulter geschaut.

Am Ende des Tages hat jeder wieder einen tolle Zeit gehabt, viel Erfahrung mit auf den weiteren Ausbildungsweg genommen und sogar einmal mehr besondere Menschen kennen lernen dürfen. Und wer weiß, nicht jeder kann behaupten die Hand des derzeitigen Außenministers und eventuell zukünftigen Bundeskanzlers geschüttelt zu haben…


Matti Ludwig, HEP 2008 VZ

Das Kennenlern- Fest - Ein Fest der Sinne

Vor einem riesigen Berg Fragen standen die zukünftigen Heilerziehungspfleger und Erzieher der Fachschule für Sozialwesen des Europäischen Bildungswerkes in Brandenburg an der Havel, als es am Anfang der ersten Ausbildungswoche hieß: “Eure Aufgabe ist es ein Fest zu organisieren, bei dem sich Studierende und Lehrkräfte besser kennen lernen.“ Sofort ging es los mit der Teameinteilung, ein Motto musste gefunden werden, die Räume dekoriert und auch für das leibliche Wohl sollte gesorgt werden.
 
Am Freitag, den 04.09.2009 war es dann soweit. Einleitende Worte von der Schulleiterin Frau Dr. Schubert ließen diese Veranstaltung beginnen, die unter dem Motto „Ein Fest der Sinne“ stand.
Die zur Verfügung stehenden Räume wurden zu Sinnesstationen umfunktioniert, in denen jeder seine Sinne auf den Prüfstand stellen konnte. Der richtige Riecher musste zwischen Ingwer und zahlreichen Kräutern bewiesen werden. Hier gab es allerhand Bekanntes, jedoch auch Ungewöhnliches für das ein oder andere Riechorgan.

Des Weiteren konnte man zwischen Zwiebeln und Erdnussflips wählen, welche man denn am liebsten auf seinem Gaumen spürt, nur um zwei Herausforderungen für die Geschmacksnerven zu nennen. Selbstverständlich gab es noch Anderes an Geschmacksexplosionen zu entdecken.
 
Eine Herausforderung der besonderen Art bot das Spiel „Mord in Palermo“, welches an die Sinnesstation Sehen anknüpfte. Hier mussten die Teilnehmer ihr gutes Gefühl in Sachen Mimik und Gestik unter Beweis stellen um nicht als Mörder in dem Spiel entlarvt zu werden. Geschah dies doch trotz aller noch so großen Verschleierungstaktiken, drohte dem Ertappten, dem „Mörder“, als Strafe eine pantomimische Darstellung von Filmtiteln vor der gesamten Runde.
 
Auch die Musik kam nicht zu kurz, da jeder Teilnehmer seinen Hörsinn bei und mit diversen Instrumenten auf die Probe stellen konnte. Hierbei ging es darum die eigene Hemmschwelle zu überschreiten um sich den anderen Teilnehmern musikalisch mit Hilfe von Instrumenten oder Gesang vorzustellen.
 
Als Highlight entpuppte sich die Station Speed-Dating, in der der „ERSTE KONTAKT“ mit den „NEUEN“ hergestellt wurde. In dieser Station hatte jeder eine Minute Zeit seinen Gegenüber auszufragen und etwas kennen zu lernen.
Zum krönenden Abschluss gab es noch eine Tombola, in der für jeden Anwesenden ein Hauptpreis zu vergeben war. Auch das war ein Novum, denn es gab keine Trostpreise und leer ging auch keiner aus.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Das Fest der Sinne war als erste Bewährungsprobe der „Neuen“ ein voller Erfolg.
 
Auch das Feedback, in Form einer Befragung ermittelt, zeigte eine Bewertung von insgesamt 80 Prozent im Bereich „Sehr gut“ bis „Gut“.
Nochmals danke an alle Beteiligten und Teilnehmern an diesem Tag.

Stefan Rexhausen, Klasse ERZ 09

Europa-Tag als Fest der ganzen Schule

„Hier ist TV OK. Ich schalte jetzt zu meinen Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die über das Praktikum in der Slowakei berichten“.

So eröffnete Julia Gerhardt die Präsentation des Berichtes der Studierenden des 2. Ausbildungsjahres. Speziell für diesen Tag wurde der Fernsehsender TV OK ins Leben gerufen, so das die Zuschauer einen informativen Überblick über die Slowakei und den Aufenthalt der Praktikanten erhielten – und das auf Slowakisch mit deutschem Untertitel. Dieser aufwändigen TV-Produktion stand der Bericht der zukünftigen Heilerziehungspfleger über die in Schottland gesammelten Eindrücke und Erfahrungen in nichts nach. Das Fazit dieser beiden Präsentationen war eindeutig: Es waren erlebnisreiche Tage und jedem des ersten Ausbildungsjahres kann man nur raten, die Chance zu einem solchen Auslandsaufenthalt zu nutzen.
 
An diesem Tag wurde ein neues Kapitel bei der Gestaltung der Europa-Tage aufgeschlagen, denn alle anderen Klassen trugen auch aktiv zum Gelingen bei. Die Erzieher 08 hatten einen Branle de chevaux einstudiert, einen mittelalterlichen Tanz, der mit Flötenmusik gekonnt begleitet wurde von Schülern, die vor 9 Monaten noch nicht wussten, wie einer Flöte wohlklingende Töne entlockt werden können. Die HEP 08 zeigte Teile ihres Programms zu 60 Jahren Deklaration der Menschenrechte mit einem selbst geschriebenen Song.

Bei all dem gab es in den Pausen zwischen den einzelnen Programmteilen Zeit sich zu stärken, denn das Verpflegungsteam hatte landestypische schottische, slowakische und brandenburgische kulinarische Genüsse kreiert. Die Pausen wurden auch zum Erfahrungsaustausch genutzt. Die Praktikanten hatten in einem Raum eine „Dauerausstellung“ für diesen Tag aufgebaut, wo Interessierte weitere Informationen erhalten konnten – und davon wurde reichlich Gebrauch gemacht.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Vorbereitung und Durchführung weitgehend in den Händen der Studierenden lag – also auch logistisch eine Meisterstück der Studierenden war. Die Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Spielmann als Ehrengast war tief beeindruckt von den Darbietungen.

Das Programm der HEP 06, die Ihre Abschlusszeugnisse erhielten, beendete einen ereignisreichen und beeindruckenden Tag. Alle waren sich einig: Wer dies nicht gesehen und erlebt hat, der hat viel verpasst.

Dr. Schlevoigt
Fachlehrer
 
Generationsfest im Clara-Zetkin Seniorenheim am 10.06.2009


Im Rahmen des Generationsfestes am 10. Juni unterstützten wir, die Klasse der Heilerziehungspfleger im 2. Ausbildungsjahr, die Mitarbeiter, Bewohner und Angehörigen des Brandenburger Seniorenheims Clara-Zetkin.

Das Wetter hätte uns an diesem Tag kein schöneres Geschenk machen können, als die Sonne für die Dauer des Festes kräftig scheinen zu lassen. Im Hinblick auf die vergangenen Tage war dies schon ein kleines Wunder.
Wir kamen am frühen Nachmittag auf dem Festgelände an und wurden schon sehnsüchtig erwartet. Eine freundliche Mitarbeiterin wies uns in unsere Arbeitsgruppen ein. Ein kleiner Teil der Klasse wurde darum gebeten, die Arbeit an den Ständen zu begleiten. Hier hatten die Bewohner und Besucher die Möglichkeit zum Basteln, zum Dart spielen oder zum Entchen-Angeln. Diese Stände wurden genauso gern besucht, wie das Ponyreiten oder Kaninchenstreicheln.
Die restlichen Schüler unserer Klasse wurden verschiedenen Wohngruppen zugeteilt. Dort hatten wir die Möglichkeit das Kaffeetrinken zu begleiten.

Anschließend unterstützten wir die Bewohner auf dem Weg von der Wohnung hinaus auf das Festgelände. Dort lockten schon die Live-Musik und der Duft von Bratwürstchen. Auch ein mobiler Eismann ließ keine kulinarischen Wünsche offen. So wurde bestens für das leibliche Wohl aller Gäst gesorgt. Das Programm wurde von Kindern der Funkengarde durch einen beschwingten Tanz ergänzt. Alle Künstler ernteten reichlich Beifall und bedankten sich dafür mit einer gelungenen Zugabe. Auf einem Fest für Generationen durften auch diverse Maskottchen nicht fehlen. Diese wurden kurzerhand zum Lieblingsmotiv der Fotografen ernannt und halten nun Einzug in die heimischen Fotoalben. Eine weitere lustige Festidee war ein Ballonkünstler im Clownskostüm, welcher sein Können anhand kunstvoller Figuren demonstrierte.

Frau Dr. Spielmann hielt eine kurze Rede und sprach anerkennende Worte im Zusammenhang mit der Besucherzahl und dem allgemeinen Gelingen dieses Festes. Während der Feierstunden bot sich uns die Möglichkeit mit den Bewohnen und Angehörigen des Seniorenheimes ins Gespräch zu kommen. Es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre und jeder von uns spürte die Dankbarkeit der Menschen, dass wir gemeinsam diesen schönen Tag verbringen durften. Auch die Mitarbeiter ließen es uns in vielerlei Hinsicht spüren, dass sie unsere Hilfe gern annahmen. Dieses Generationsfest lohnte sich in jeder Hinsicht. Die Bewohner genossen die Abwechslung und Atmosphäre, die eine solche Festlichkeit mit sich bringt. Sie schunkelten mit unzähligen Menschen verschiedenen Altersgruppen zur Musik und genossen gemeinsam den schönen Tag. Das Fest machte seinem Namen auch alle Ehre, denn vom Säugling bis zum Greis waren alle Generationen vertreten. Wir wurden an diesem Nachmittag mit unbezahlbaren Erfahrungen und Erkenntnissen beschenkt. Es war für die Meisten von uns etwas ganz Neues mit älteren Menschen in dieser Form zusammen zu sein und ein Fest zusammen zu feiern. Die vielen Geschichten die uns an diesem Nachmittag erzählt wurden, zeugen von einem sehr bewegten Leben. Dieser Austausch mit den Angehörigen des Clara-Zetkin Seniorenheimes tat allen Beteiligten gut und bereicherte uns in vielerlei Art und Weise.
Es war ein sehr gelungener Tag.

Sabrina Specht
HEP 2007
 
Es gibt noch viel zu tun, also packen wir es an - 60 Jahre Menschenrechte


Von unserem Recht auf Bildung machten wir, die HEP 2008 in Begleitung von Frau Dr. Schubert und Frau Kinnemann, am Mittwoch, dem 10.12.08 Gebrauch.
Wir fuhren im Rahmen der politischen Bildung nach Berlin, wo eine Veranstaltung zum 60 jährigen Jubiläum der Menschenrechte stattfand.
Erste Anlaufstelle unseres ereignisreichen Tages, war die Akademie der Künste.
Hier erwarteten uns beeindruckende Arbeiten zum Thema Menschenrechte- denen sich in den vergangen Wochen eine 10. Klasse des Saldern Gymnasiums widmete. Auch sie hatten erkannt, dass noch eine Menge Arbeit vor uns liegt, bis jedem einzelnen ein Leben nach diesen Maßstäben ermöglicht werden kann. So feierten ihre Zeichnungen, Skulpturen und bedruckten Shirts nicht nur das 60 jährige Bestehen der Menschenrechte, sondern wiesen zugleich auf die noch bestehenden Missstände hin.
Für uns war es eine große Ehre einem Dozenten der Akademie ein Bild von Robert Claus (Erzieher 08) überreichen zu dürfen. “Der Schlüssel zum Frieden” war der Arbeitstitel des Werkes, auf dem eine Friedenstaube, eingebettet in Regenbogenfarben als Symbol für die kulturelle Vielfalt, anstatt der Myrre einen Schlüssel im Schnabel trägt. Der Weg zum Frieden ist der, den wir nur alle gemeinsam beschreiten können und dazu sind die Menschrechte unabkömmlich.
Eine besondere Gelegenheit bot sich uns im Anschluss.

Wir betraten die Dachterrasse der Akademie der Künste,von der aus sich uns ein atemberaubender Blick auf die Hauptstadt bot.
Zu unseren Füßen, auf dem Pariser Platz, war Amnesty International gerade damit beschäftigt eine riesige 60 aus Stumpenkerzen aufzubauen, die zum Abend hin hell erleuchten sollte.
Auch das Brandenburger Tor hatte wohl aus dieser Perspektive bisher niemand von uns gesehen und so bekamen wir einen Vorgeschmack ganz anderer Art auf unseren bevorstehnden symbolischen Gang durch dieses Wahrzeichen Berlins. Als Ort, an dem viele geschichtlich relevante Treffen stattfanden, und als Symbol mit historisch wechselnder Bedeutung, war der gemeinsame Gang durch das Brandenburger Tor für uns bedeutsam.
Unser Weg führte uns wenige hundert Meter weiter zu der wohl andächtigsten und bedeutungsvollsten Station des Tages, dem Holocaust Denkmal.

Dieses Mahnmal erinnert an das wahrscheinlich schlimmste Vergehen an der Menschheit in der Neuzeit und ist sogleich Symbol für die Geburtstunde der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Der Tag endete mit einem Besuch in der Landesvertretung von Brandenburg.

Dort trafen wir uns zu einem kleinen Erfahrungsaustausch im Rahmen der aktiven Arbeit für Menschenrechte mit einem Mitarbeiter des Hauses.
Wir bedanken uns bei der Galerie Sonnensegel, insbesondere Herrn A. Schubert, der es uns ermöglicht hat diesen Tag nicht nur zu erleben, sondern auch ein stückweit mitzugestalten und hoffen, dass viele der noch bestehenden Probleme in naher Zukunft gelöst werden können.
In diesem Sinne, packen wir es an!

Nadine Hellmuth
HEP 2008 VZ
 
 
Starke Persönlichkeiten trotz Behinderung


Am Donnerstag, dem 16. Oktober 2008, fand in der Fachschule für Sozialwesen im EBG in Brandenburg an der Havel die mit den Jahren zur Tradition gewordene Fachtagung statt. Thema der Tagung war „ Menschen mit Behinderungen und Angehörige sprechen über ihr Leben“.
 
Der Tag begann mit der Begrüßung der Gäste durch die Schulleiterin Frau Dr. Schubert. Nicht nur Schüler unserer Schule folgten den Vorträgen, sondern auch Schüler des OSZ „Alfred Flakowski“ Brandenburg, Vertreter der Praxiseinrichtungen und Mitglieder von Selbsthilfegruppen. Um 10 Uhr wurden die einzelnen Workshops eröffnet. Die Teilnehmer konnten zwischen fünf verschiedenen Angeboten wählen, die in zwei Durchgängen stattfanden, so dass jeder die Möglichkeit hatte zwei davon zu besuchen.
Kompetente Betroffene sprachen über ihre Situation. Aksinja Viksko berichtete über ihre Selbsthilfegruppe von und für Studenten mit AD(H)S. Über die Berliner Selbsthilfegruppe von Anfallskranken erzählte Klaus Göcke. Der Landesbehindertenbeauftragte aus Brandenburg Rainer Kluge legte wichtige rechtliche Grundlagen zum Thema dar. Stefanie Seidel und Heike Thiel kamen von der Beratungsstelle für Blinde und Sehbehinderte aus dem Sozialwerk Potsdam und sprachen über die Auswirkungen verschiedener Sehbehinderungen auf das Alltagsleben. In einem interessanten Erfahrungsbericht stellte Roswitha Lukas-Heger Aspekte des Lebens mit ihren zwei autistischen Kindern vor. Die Anwesenheit ihrer Kinder machte ihre Präsentation besonders lebendig.
 
Durch das reichhaltige Angebot des Buffets, organisiert von der Erzieherklasse des zweiten Ausbildungsjahres, war auch für das leibliche Wohl gesorgt. Gestärkt und voller Neugier besuchten wir den zweiten Teil der Fachtagung in der Fachklinik Hohenstücken.

Die Klasse der HEP 2007 (Vollzeit) hatte diesen Teil der Fachtagung organisiert. Zusammen mit der Dozentin Frau Kinnemann war es ihnen gelungen, Frau Bettina Eistel als Gast zu gewinnen. Sie präsentierte ihre Autobiographie „Das ganze Leben umarmen“, las Passagen daraus vor und kommentierte mit Witz und Charme einige Ausschnitte aus ihrem bisherigen Leben. Sie war uns gegenüber sehr offen und auch gern bereit jede Frage zu beantworten.
In ihrem Buch beschreibt die Diplompsychologin ihr facettenreiches Leben als Moderatorin der ZDF- Sendung „Menschen - das Magazin“ und als Leiterin einer Hamburger Beratungsstätte für Kinder- und Familientherapie. Auch ist Bettina Eistel eine leidenschaftliche Reiterin und wurde als Dressurreiterin Vize - Europameisterin und Vize - Weltmeisterin sowie mehrfache Olympia - Medaillen - Gewinnerin.
 
Nach der Lesung stand sie zu persönlichen Gesprächen, zur Autogrammstunde und zu Fotos zur Verfügung.
So ging ein doch etwas anderer, aber interessanter Unterrichtstag schon mit Vorfreude auf die nächste Fachtagung zu Ende.


Julia Krasper HEP 2007

Besuch des Bundestages in Berlin


Seit 2004 repräsentiert der jetzige, von Norman Foster neu gebaute Bundestag die Hauptstadt Berlin sowie ganz Deutschland. Damit ist er nicht nur für die Politiker unseres Landes, sondern auch für die Bürger zugänglich.
Das Parlamentsviertel setzt sich aus vier Gebäudekomplexen, dem Bundestag, dem Jakob-Kaiser-Haus, dem Paul-Löbe-Haus, dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Kanzleramt zusammen. Alle Gebäude bilden ein geschlossenes Quartier und sind durch ein Tunnel- und Gangsystem miteinander verbunden.
Im Jakob-Kaiser-Haus befinden sich die Abgeordneten des Vizepräsidenten des Bundestages, die Fraktionsführungen, die Mitarbeiter der Fraktionen und weitere Arbeitseinheiten der Parlamentsverwaltung.
Das Paul-Löbe-Haus beherbergt neben Abgeordnetenbüros vor allem die Ausschüsse des Parlaments samt den Sekretariaten, die Büros der Öffentlichkeitsarbeit
und des Besucherdienstes.

Diese beiden Häuser und das Bundestagsgebäude liegen am westlichen Spreeufer.
Am östlichen Spreeufer erstreckt sich das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, zu dem eine Brücke und ein öffentlicher Fußgängersteg hinüberführen. In diesem Gebäude befinden sich die Parlamentsbibliothek, das Bundestagsarchiv, die Pressedokumentation und der wissenschaftliche Dienst des Parlaments.
Natürlich bekommt man als Besucher nicht überall Einblick, aber wir Studierende von der Fachschule für Sozialwesen des Europäischen Bildungswerkes konnten so einige Eindrücke sammeln.

Am Donnerstag, den 18. September 2008, durften wir Studierende des ersten und zweiten Studienjahres der Heilerziehungspflege der Fachschule für Sozialwesen im EBG die Gäste von Frau Dr. Spielmann (SPD) und damit auch zu Gast im Bundestagsgebäude sein. Zusammen mit unserer Schulleiterin Frau Dr.Schubert und unserer Dozentin Frau Kinnemann, die dieses "Bon Bon" für uns erst möglich gemacht hatte, fuhren wir mit dem Zug nach Berlin. Dort angekommen, gingen wir geschlossen zum Bundestag, vor dem schon eine lange Besucherschlange wartete. Für uns war es möglich an der Besucherschlange vorbei zu gehen. Nach den überstandenen Sicherheitskontrollen und der Anmeldung wurden wir aus dem Foyer abgeholt und in das erste Obergeschoss geführt. Zunächst legten wir unsere Garderobe ab und wurden von einem Bundestagsbuttler belehrt. Um 13.50 Uhr war es dann soweit. Die Tür ging auf, wir traten ein und nahmen auf der Besuchertribüne Platz. Damit befanden wir uns direkt im Herzstück des Parlaments, dem Plenarsaal. Dort, wo endgültige Entscheidungen vor allem über Gesetze fallen.
Im Plenarsaal gibt es sechs im Halbkreis angeordnete Tribünen mit insgesamt 400 Plätzen, davon sind 53 Sitze den Linken, 222 Sitze der SPD, 51Sitze den Grünen, 226 Sitze der CDU/CSU und 61 Sitze der FDP zugeteilt.
So verfolgten wir Studierenden also aufmerksam die Debatte über Bildung, Weiterbildung und Forschung von der Besuchertribüne aus. Es entstanden so viele Eindrücke auf einmal, dass wir Mühe hatten, sie alle aufzunehmen und zu verarbeiten. Um 14.50 Uhr mussten wir dann den Saal wieder unaufgefordert verlassen und somit Platz für die nächsten Besucher machen. Doch damit war der Besuch des Bundestages noch nicht beendet. Im Anschluss trafen wir Frau Dr. Spielmann persönlich und führten mit ihr ein ganz lockeres Gespräch, wie du und ich, in dem sie uns auch für Fragen gegenüber stand. Leider musste sie uns nach einer Stunde schon wieder verlassen und wir bedankten uns bei ihr für ihre Gastfreundschaft. Als Dankeschön ihrerseits lud sie uns schließlich noch zu einem Imbiss in das Paul-Löbe-Haus ein, welchen wir dann als krönenden Abschluss genüsslich zu uns nahmen.
 
Nach einem aufregenden Tag im "Zentrum der Macht" fuhren wir dann wieder mit dem Zug zurück nach Brandenburg. Für uns war es ein einmaliges und interessantes Erlebnis so nah das Bundestagsgeschehen zu erleben.


Julia Krasper HEP 2007

Wir gedachten der Euthanasieopfer


Am Montag, den 1. September 2008, dem Weltfriedenstag, fand auf dem Nikolaiplatz in Brandenburg an der Havel eine Gedenkfeier anlässlich des Jahrestages des Beginns der Mordaktion am „lebensunwerten Leben“, der Mordaktion T4, statt. Über 100 Gäste waren der Einladung der Stadt gefolgt und gedachten der 70.000 Euthanasieopfer.
Auch wir, die Studierenden des zweiten Studienjahres für Heilerziehungspflege und Sozialpädagogik von der Fachschule für Sozialwesen im EBG, nahmen an dieser Gedenkfeier teil. Janine Janeck hielt eine Gedenkrede, die die HEP 07 zusammen mit der Gedenkstättenlehrerin der Stadt Brandenburg vorbereitet hatte.
Für uns Studierenden war dies auch gleichzeitig Anlass, unsere Schule als eine Schule ohne Rassismus und mit Courage zu präsentieren.
Im Rahmen unseres Schulprofils ist uns die Beschäftigung mit diesem Teil der Vergangenheit besonders wichtig. So bewegt uns auch das Geschehen in der Neuendorfer Str. 90, der Stätte des Krankenmordes, sowie die Geschichte der Landesanstalt Görden von 1933 bis 1945.
Wichtig war uns die Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Opfer und dem Leben und unheilvollen Wirken der Täter, vor allem aber auch die Kenntnis über das Handeln der Männer des Widerstandes. In diesem Zusammenhang erfuhren wir viel Wissenswertes über Lothar Kreyssig.
Dieser Jurist war seit 1928 als Richter tätig. Als tiefgläubiger Mensch ließ er sich von seinem unbeirrbaren Verständnis von Recht und Gerechtigkeit leiten und leistete Widerstand. Er erkannte das Unrecht der Nationalsozialisten und nannte es öffentlich beim Namen - Mord! Seiner mutigen Tat gebührt unser Respekt.
Gerade die Vorbildwirkung eines solchen Verhaltens fördert unsere sozialen Kompetenzen und ist wichtig für unseren künftigen beruflichen Werdegang sowie für unsere Rolle als mündige und freie Bürger, ganz im Sinne des Leitspruchs Lothar Kreyssigs – „Der eine fragt: Was kommt danach? Der andere fragt nur: Ist es recht? Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht.“


Julia Krasper, HEP07

Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Klasse ERZ 07 am 6. Juni 2008

Besuch der Gedenkstätte in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg

 
> Auseinandersetzung mit den Hinrichtungen politisch Verfolgter im Nationalsozialismus
> Abschiedsbriefe der zum Tode Verurteilten
> Gespräch über die aktuelle Bedeutung der Todesstrafe

Klasse ERZ 07 am 9. Juni 2008

Besuch der Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert (Potsdam)
> Besichtigung des ehemaligen Gefängnisses der Staatssicherheit
> Gespräch mit dem Zeitzeugen Herrn Neubert

Klassen HEP 06 und ERZ 07 am 13. Juni 2008

 
 
 
 
Gespräch mit Pavel Stransky, der während der Zeit des Nationalsozialismus als jüdischer Lehrer in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert war.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Internationales SOR-SchülerInnen-Treffen am 20.06.08 in Potsdam

Seit 2007 trägt unsere Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ um ein Zeichen zu setzen gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ steht für eine Bewegung gegen die Ausbreitung von Rechtsextremismus und gegen alle Formen der Diskriminierung. Diesen Titel erwarb die Schule 2007, weil mindestens 70 Prozent der SchülerInnen, Dozenten und MitarbeiterInnen ihre Unterschrift gegen Rassismus setzten, um sich für Toleranz stark machen. In Brandenburg waren wir die erste Fachschule, die diesen Titel erhielt und um dem Namen „Schule ohne Rassismus“ gerecht zu werden, gibt es verschiedene Projekte und Veranstaltungen während und auch außerhalb des Unterrichtes.

Am 20.06.2008 fuhren wir (zwei Schülerinnen des zweiten Ausbildungsjahres Heilerziehungspflege) nach Potsdam um uns dort mit anderen Jugendlichen zu treffen und die Aktivitäten der Schule vorzustellen. Auf Einladung der Landesregierung und dem Leiter der RAA (Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule) Brandenburg trafen sich SchülerInnen aus Spanien, Belgien, den Niederlanden sowie aus ganz Brandenburg um sich über Projekte auszutauschen und über Ideen der Verhinderung von Rechtsextremismus in Europa zu diskutieren.

Wir stellten unsere Auslandserfahrungen vor sowie unsere Eindrücke des zweiten praktischen Ausbildungsabschnittes in der Slowakei und in Schottland. Wir beschrieben mit vielen Bildern unsere Praktikumseinrichtungen und erzählten über die Menschen in den Ländern.

Zusätzlich berichteten wir von einem Zeitzeugengespräch, welches wir am 13.06.2008 mit Pavel Stránský führen konnten. Herr Stránský, geboren 1921, überlebte den Holocaust. Im Vernichtungslager Auschwitz kümmerte er sich um die Kinder in der Kinderbaracke. „Das war mein Glück und deswegen habe ich sicherlich auch überlebt,“ sagte er darüber. Pavel Stránský erzählte uns seine Holocaustgeschichte und seine „Liebesgeschichte“. Wie er von Prag nach Theresienstadt deportiert wurde, seine „Hochzeitsreise“ nach Auschwitz und zum Ende des Krieges die Deportation nach Schwarzheide überlebte. Er sprach mit uns über sein Leben und über Toleranz und beantwortete alle unsere Fragen sehr offen. Es war ein bewegender Bericht, der nachdenklich gemacht hat und die Pflicht aufzeigt gegen Diskriminierung und Rassismus vorzugehen.

Wir sind stolz eine „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ zu sein und unsere Schule bei diesem Treffen vertreten zu haben. Vielleicht können wir einige Anregungen für nächste Projekte selber realisieren um weiter für Toleranz zu werben.
Anne Schulz
Kristin Prössel
Kurs HEP 06

EBG und Europäisches Parlament

In der 3. Maiwoche machten wir eine politische Bildungsreise nach Strasbourg. Wir, das sind Studierende in der Teilzeit - und in der Vollzeitausbildung der Fachschule für Sozialwesen in Brandenburg an der Havel.
 
Als Angehörige einer Schule des Europäischen Bildungswerkes war es für uns besonders wichtig zu erfahren, wie die Parlamentarier des Europäischen Parlaments um das Zusammenwachsen Europas ringen.
Um es vorab zu sagen. Die Erwartungen an die Fahrt wurden übertroffen. Höhepunkt war natürlich der Aufenthalt im Parlament. Von der Besuchertribüne aus konnten wir für eine Stunde eine Debatte über die Durchsetzung des Antidiskriminierungsgesetzes verfolgen. Besonders aufschlussreich waren eine längere Gesprächsrunde mit dem EU-Abgeordneten des Landes Brandenburg Herrn Dr. Markow von den Europäischen Linken und am Abend Gespräche in lockerer Runde mit zwei weiteren Politikern.
 
Im Gegensatz zu den in den Medien mitunter vermittelten Bild gewannen wir den Eindruck, daß die Politiker verantwortungsbewusst und ernsthaft arbeiten.
Nachhaltig war auch der Eindruck, den der Besuch in einem Memorial über die wechselvolle
Geschichte des Elsaß hinterließ.
 
Abgerundet wurde alles durch die Besichtigung mehrerer malerischer Städte und Ortschaften.
Ein Dankeschön an das Europäische Bildungswerk und an den Abgeordneten Markow, denen wir dieses Erlebnis verdanken.

R. Kornewald
HEP TZ 2006

Europatag 23.05.2008 - die Fachschule lebt den europäischen Gedanken

Am 23.05.2008 war es wieder soweit: zum achten mal gestalteten Schüler und Schülerinnen der Fachschule für Sozialwesen des EBG in Brandenburg den EUROPATAG um von ihren Auslandserfahrungen zu berichten. Als Ehrengäste konnten die EU-Abgeordnete Frau Schroedter und die Ehrenbürgerin der Stadt Brandenburg an der Havel Frau Fischer begrüßt werden sowie die Paten des Projektes "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage "Herr Witthun und Frau Lukac. Die Geschäftsleitung des EBG wurde durch Frau Dimanski vertreten.
 
Jedes Jahr besteht die Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler des zweiten Ausbildungsjahres der Heilerziehungspflege einen praktischen Ausbildungsabschnitt in Schottland oder der Slowakei zu absolvieren. Zum ersten mal konnten an dem von der Europäischen Kommission über das Leonardoprogramm finanzierten Auslandspraktika auch Erzieher des ersten Ausbildungsjahres teilnehmen.
Um den "Daheimgebliebenen" sowie Schülern und Schülerinnen der anderen Ausbildungsklassen die Eindrücke und Erfahrungen mitzuteilen wird der Tag mit Präsentation und Plakaten bzw. Wandzeitungen gestaltet. Die "Ausländer" zeigten viele Fotos über die Einrichtungen der jeweiligen Ausbildungsländer und vermittelten viel Wissenswertes über die Kultur und die Menschen.
Auch kulinarisch war für Einiges gesorgt. Während die Schüler und Schülerinnen bei den "Slowaken" heiße Schokolade und eine Variante vom slowakischen Rüherei probieren konnten, gab es bei den "Schotten" typisch belegte Sandwiches und Schwarzen Tee mit Milch. Die Schüler und Schülerinnen, die in Brandenburg und Umland ihre praktische Ausbildung absolviert haben, boten "deutschen Kartoffelsalat" und Würstchen zum Verzehr an.
Nach der Präsentation der Aufenthalte übergab die EU-Abgeordnete Frau Schroedter die Europa-Pässe als Nachweis und Anerkennung der im Ausland erbrachten Praktikumszeit.
 
Frau Schroedter beglückwünschte die Schüler und Schülerinne und machte deutlich, wie wichtig solche Auslandserfahrungen sind um später auf dem europäischen Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben.
Anschließend kam es zu einer Gesprächsrunde von Schüler und Schülerinnen der Auslandspraktika, den Ehrengästen sowie Dozenten der Fachschule.
 
Wir konnten hoffentlich einen kleinen Einblick unserer aufregenden Zeit an die Gäste und Schüler vermitteln und ein wenig unsere Eindrücke an die Besucher des Europatages weitergeben.
Die Chance eines Auslandaufenthaltes bietet sich nicht immer, um so schöner ist es, wenn er ermöglicht werden kann. Ich möchte mich im Namen der Schüler und Schülerinnen bei allen bedanken, die diese praktische Ausbildung und die unvergesslichen Momente möglich gemacht haben. Hoffentlich bleibt diese Tradition noch lange erhalten, dass viele Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit erhalten, im Ausland Erfahrungen zu sammeln.

Anne Schulz
HEP 2006